Montag, 3. Oktober 2016

ein alter Weg

Im Moment hält gerade der Herbst Einzug und es wird zunehmend frischer. Doch an einigen Tagen in der vergangenen Woche gab es noch viele sonnige und warme Tage und ich dachte mir, ich gehe ein wenige spazieren.
Ich hatte anfangs kein bestimmtes Ziel, ich lief einfach los.
Ganz von alleine bog ich nach links ab und dann nach rechts. Ich erinnerte mich an dieses eine Fest, das jedes Jahr auf diesem kleinen Vorplatz stattfand. Ich erinnere mich daran, dass ich mit meiner Mama und Lutz da war und mit meiner damaligen besten Freundin Susi und ihrer Mutter.
Wir haben viel Spaß gehabt und getanzt und gespielt, denn ich war noch recht jung.
Gedankenverloren stand ich an der Straße, sah hinüber zu eben jenem Platz und vor meinem geistigen Auge spielte sich das Spektakel ab. Irgendwie kam mir das damals alles viel größer und weitläufiger vor. Lächelnd führte ich meinen Weg fort. Die Straße, die ich nun entlang ging, war in meiner Erinnerung sehr blass, doch als die Einbiegung sich näherte, wurde alles wieder klar.

Vor mir lag eine kleine Gabelung. Ich wusste, dass der rechte Weg mich direkt zu dem großen Fußballfeld führen würde, doch das war nicht mein Ziel. Meine Wahl fiel daher auf den linken Abzweig. Schon nach wenigen Minuten kam auf der rechten Seite das eben genannte Fußballfeld zum Vorschein und es gab ein paar Seiteneingänge, doch ich wollte noch immer nicht drauf. Es handelte sich hier übrigens um den Wacker.

Mein Weg führte mich bis zum hinteren Ende der Straße, die an ein Feld grenzte. Ein kleiner Trampelpfad ging am Zaun weiter und nun war ich angekommen.
Wie erwartet, war das, was ich hier vorfinden wollte, nicht mehr da, doch das kümmerte mich nicht.
Ich suchte mir ein kleines, gemütliches Plätzchen im Gras und setzte mich hin.

Das war mein Ausblick auf das Feld

Und hier gab es früher eine kleine Pferdekoppel. Man stelle sich einen Zaun vor und ein großes Gatter. Natürlich weniger Unkraut und links an der Seite einen kleinen Stall. Hier standen immer zwei Ponys. Ein kleines weißes und ein etwas größeres braunes. Die beiden waren leider nicht allzu zutraulich, aber ich war sehr oft hier und habe ihnen einfach nur Gesellschaft geleistet.
Eine ganze Weile saß ich hier und schwelgte in Erinnerungen. Damals war das hier ein wunderschöner Rückzugsort. Heute ist es das auf die ein, oder andere Weise auch noch.

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